Infobrief Februar/März 2009

Hallo Ihr Lieben in Deutschland!!!
Sommer und Winter haben wir gerade im direkten, schnellen Wechsel erlebt. 13 Tage waren wir in Deutschland. War schon hart so ein Temperaturwechsel von fast 40 Grad. Es war eine sehr intensive schöne Zeit mit allen Menschen, die wir nach 2 Jahren wiedersahen.
Wir sind am 21. Januar um 15.20 Uhr vom internationalen Flughafen in Buenos Aires mit einem Airbus A340 der Iberia gestartet. Über Brasilien, den Ozean und Afrika ging es nach Madrid. Umsteigen in einen Airbus A320 Richtung Düsseldorf. Der Sturm über Europa hat den Flieger heftig gerüttelt und die Landung in Düsseldorf war eine Hoppellandung. Der Rückflug am 4. Februar war ohne Störungen. Da wir morgens früh abgeflogen sind konnten wir die Wüsten Afrikas sehr gut sehen. Die Ausdehnung ist schon imponierend. Ankunft um Mitternacht in Buenos Aires ist auch immer wieder beeindruckend. Sämtliche Straßen beleuchtet, bis in die Außenbezirke. Ein wahres Lichtermeer.
In einigen staatlichen Schulen beginnt der Unterricht nicht wie geplant Anfang März, es sind Umbauarbeiten und Streiks als Grund genannt worden. Ist aber normal hier und nicht sehr ungewöhnlich.
Maria Marta
Die Ferienzeit für die Kinder von Maria Marta war sehr abwechslungsreich. Ein paar Tage wurde am nahen Fluss gezeltet, dann wurde der Pool renoviert und schwimmbereit fertiggemacht. Die vielen tollen Kursangebote und jeden Tag ein Frühstück und Mittagessen gab allen Kindern ein Feriengefühl.
Der Gemüsegarten war und ist immer noch sehr ertragreich. Siehe Foto Kathrin mit fleißigen Helfern. Jeden Tag gibt es frisches Gemüse und Salat. Täglich haben Kathrin, Tine oder Georg mit den Kindern darin gearbeitet und in der Urlaubszeit abgesprochen, wer das tägliche gießen übernimmt.
Der Klavierunterricht lief auch während der Ferien weiter. Siehe Foto
Humberto:
Bei Humberto gab es Sommerferien, in denen keine Kurse stattfanden.
In der Zeit wurden alle Computer auf den neusten Stand gebracht und repariert. Regale sind gebaut worden, Fußboden gestrichen, ein Hühnerstall konstruiert, in dem 3 Hühner leben, es wurde saubergemacht und aufgeräumt in der Ferienzeit und noch vieles mehr..
Zur Zeit läuft ein Ferien Programm mit verschiedenen Angeboten für die Kinder des Viertels, die Mareike und Claudia geben..
Rosio und ihre Mutter sind auf der Straße ausgeraubt worden, sie leben in einem sehr gefährlichen Viertel. Rosio wurde die Brille, ohne die sie nichts sehen kann, und Mutter Pässe und Busgeld gestohlen. Humberto hat eine neue Brille besorgt und der Mutter beim Antrag der Pässe geholfen.
Für den Schulbeginn kaufte er alle Schulsachen für Rosio.
Seit Jahren fährt Humberto morgens mit dem Fahrrad um Brot für die Familien zu holen. Mareike hat diese Aufgabe mit übernommen und erlebt, wie hier die Räder leiden. Sie hat in ihrer Heimatstadt in Deutschland Spenden organisiert. Über Paulchen Esperanza ist das Geld jetzt da und davon wird gerade eine Fahrradwerkstatt eingerichtet.
Kinderheim in Capilla:
Aufgrund interkultureller Missverständnisse sind Claudia und Kristina nicht mehr im Kinderheim ín Capilla tätig.
Claudia arbeitet jetzt in einem Familienhaus bei Ana Oxenford, ein Haus in dem Menschen begleitet und aufgefangen werden, die sich in einer Notlage befinden.
Kristina hat für die Zeit ihres freiwilligen Dienstes bei Fortalecer s / Fronteras, ein Projekt die sich für die Rechte von Müttern einsetzen, gefunden. Dank an Mechtild für ihren Einsatz, so schnell für die Beiden ein anders Projekt gefunden zu haben.
Comedor im Barrio La Mascota:
Für die Kinder in La Mascota beginnt die Schule erst im April, wegen Renovierungsarbeiten in der Schule, die nicht in den vielen Wochen der Ferien gemacht wurden!!
Ferien bedeutet für die Kinder in la Mascota: kein Essen in der Schule, Langeweile…Strasse…..
Katharina, die Weltenbummlerin und Viola, Freiwillige, haben in vielen Stunden der Vorarbeit ein Ferienprogramm für die Kinder ausgearbeitet. Bändchenknüpfen, Mandala malen, Fadenspiele, Kreisspiele, siehe Bilder.
Das Ergebnis ist espectakular: Für alle 4 Tage die Woche hatten sich am Anmeldetag 18 Kinder pro Kurs einschließlich Carmen mit Familie angemeldet. Da es so was noch nicht gegeben hatte, kamen natürlich mehr Kinder und eine Verschiebung durch einen Regentag ergab in einem Kurs dann 36. Vor jedem Kurs gab/gibt es Brot mit süßem Aufstrich und Kakao, weil die meisten Kinder hungrig zum Kurs kommen. Dadurch wurde auch das Händewaschen vor dem Essen wieder verstärkt beachtet. Katharina und Viola werden seit 2 Wochen erst von einem, jetzt von 2 argentinischen Waldorfschülern unterstützt. Auch nach den Ferien wird ein Kursangebot stattfinden. Viola macht mit ein oder zwei Freiwilligen weiter. Katharina muss leider wieder nach Deutschland.
Im Februar fand für die Freiwilligen ein Zwischenseminar von der Entsendeorganisation IN VIA hier in der Nähe statt. Im Anschluss daran ein Seminar für Projektleiter, bei denen Freiwillige arbeiten, und neue interessierte Einsatzstellen. Alle TeilnehmerInnen waren sich einig, wie wichtig der Austausch von zwei unterschiedlichen Kulturen ist. Auch an dieser Stelle Dank an die Seminarleitung Pia und Christoph.
Über den sozialen Freiwilligendienst im Ausland können sich Interessenten bei „IN VIA Köln“ Pia.Schievink@invia-koeln.de informieren.. Interessenten können sich natürlich immer gerne an uns wenden, da ein Bedarf an freiwilliger sozialer Hilfe immer besteht.
Infos zu allen Projekten von Paulchen Esperanza http://www.paulchen-esperanza.de/ oder über uns.
Viele Grüße und alle Guten Wünsche aus Argentinien schicken Euch
Gudrun und Josef












