Infobrief Gudrun und Josef September/Oktober 2007
Hallo Ihr Lieben in Deutschland!!! „Hace frio“ ist fast vorbei, der Frühling kehrt ein in Argentinien. Als wir vor zwei Jahren hier ankamen war es schon richtig warm und die Temperaturen tagsüber mit dem strahlend blauen Himmel haben uns begeistert.
Maria Marta:
Die im letzten Brief und schon des öfteren erwähnt, nimmt die Hausaugabenhilfe mit den größten Stellenwert ein. Dank der Zusage von Paulchen Esperanza arbeitet jetzt Flor, die Tochter von Maria Marta, an 5 Tagen in der Woche mit den Kindern. Damit wird natürlich viel erreicht und sie kann viel aufarbeiten.
Seit 5 Wochen läuft nun regelmäßig der Brotbackkurs mit einer wechselnden Kindergruppe.. Das Vollkornbrot ist lecker und wird von allen gerne gegessen. Langfristig ist geplant mehr zu backen und das Brot zu verkaufen. Ein Brotbackofen ist gespendet worden, jedoch ist es im Moment noch nicht möglich ihn zu benutzen, da das Stromnetz zu schwach ist.
Am 24.11.07 ist ein Weihnachtsbazar mit Unterhaltungsprogramm bei Maria Marta. Die verschiedenen Bastelaktionen laufen auf Hochtouren.
Andres:
Andres geht es besser. Er spricht und antwortet fast wie vor der OP. Die Krankengymnastik und die psychologischen Gespräche dreimal wöchentlich im Rehazentrum tun ihm gut. Zur Schule geht er weiterhin sehr gerne.
Humberto:
Im letzten Rundbrief haben wir von Rosio, einer 16-jährigen Jugendlichen mit Down Syndrom, geschrieben. Rosio kann nun, Dank des Einsatzes der Jugendlichen aus Oelde und Paulchen Esperanza, jeden Tag in die Schule fahren. Wir haben Rosio, mit Humberto zusammen, zu Hause besucht. Sie lebt mit ihrer Mutter in einem Gartenhaus mit einem kleinen Zimmer und Kochnische. Mutter und Tochter erhalten regelmäßig Lebensmittel von Humberto, da sie nicht von der kleinen Rente leben können. Die Mutter hat keinerlei Kontakte in ihrer Umgebung und ist fixiert auf Rosio.
Kinderheim in Capilla:
Das Heim hat 5 Geschwisterkinder zugewiesen bekommen, die auf der Straße verwahrlosten und mittlerweile alle dort wohnen. Weitere Infos zu den Hintergründen dürfen aus Sicherheitsgründen für alle dort lebenden Kinder nicht gegeben werden und sind auch nur der Heimleitung bekannt.
Dem inzwischen 3 Monate altem Baby geht es gut.
Das Baby aus der Mülltonne war noch längere Zeit im Krankenhaus und wird jetzt im Heim „verwöhnt“
Comedor im Barrio La Mascota:
Das Marionettenspiel von Maria Marta, mit 4 „ihrer“ Kinder, für die Kinder in La Mascota war ein ganz besonderes Ereignis sowohl für die Kinder in La Mascota als auch die Kinder die mit Maria Marta die Aufführung gestaltet haben. (siehe Bilder)
Die Familie von Carmen ist gerade umgezogen in ein festeres „Haus“ einen Quadra weiter. (Ein Quadra ist ein Straßenblock von 100 X 100 Metern und alle 20 Meter ist ein Grundstück.) Also eine Straße weiter. Damit veränderten sich auch wieder die Rahmenbedingungen. Da die Familie von Carmen weiterhin vom Betteln lebt, erbettelt sie alles Lebensnotwendige, oder wie es hier genannt wird „erbittet“. Das würde immer über den vereinbarten Rahmen gehen und bedeutet permanente Auseinandersetzung damit. Zur Zeit gibt es im Barrio La Mascota am Samstag einen deftigen Eintopf und am Sonntag Brote mit Dulce de Leche (sehr süße aus Milch hergestellter Brotaufstrich ähnlich Marmelade)
Wir suchen noch immer, junge Erwachsene oder jung gebliebene Erwachsene, Jugendliche die ein soziales Jahr machen wollen, die Interesse haben hier zu arbeiten, Unterkunft ist jeweils in den verschiedenen Projekten vorhanden. Infos dazu von Paulchen Esperanza http://www.paulchen-esperanza.de/ oder über uns .
Bilder sind auf der homepage von Paulchen Esperanza oder wenn jemand möchte kann er sich bei uns melden und wir schicken dann Bilder.
Saludos de Gudrun und Josef








